Das große Welten-PvP in Guild Wars 2

Oft wurde von offizieller Seite gesagt “Wir reden erst bald darüber, [bla] [bla] [...]“, aber nun ist es endlich so weit: Wir bekommen mehr Information zum Welten-PvP!

Mike Ferguson erklärt uns das komplette System des WvWvW, in dem drei Server gegeneinander auf 4 riesigen Karten um den Sieg kämpfen. Ich erläutere euch in diesem Artikel alle neuen Dinge. Für diejenigen, die sich noch gar nicht über das WvW informiert haben gibt es in circa einer Stunde auch noch den kompletten Blogeintrag von Mike auf deutsch.

Ich werde die originalen englischen Ausdrücke benutzen und die deutschen nur übersetzt ergänzen, da die offiziellen deutschen Ausdrücke im Spiel anders sein können, als die “1 zu 1″-Übersetzung.

Die vier Karten

Es wurde immer gesagt, dass es vier Karten gibt. Nun ist bekannt was für welche und wie sie sich in das drei-Fraktionen Gebilde einfügen. Jeder Server hat sein eigenes Heimatgebiet (“Borderlands”) in dem sie starten. Zudem gibt es eine weitere Karte, die sich in der Mitte der drei Heimatgebieten befindet. Diese anfangs neutrale Zone heißt “Eternal Battlegrounds” (dt.: ewige Schlachtgebiete)  und besitzt in der Mitte eine großes massive Festung.

Burgen, Wachtürme und Ressourcen-Camps

In jeder Karte befinden sich mehrere einnehmbare Ziele. Darunter  Burgen, Wachtürme und Minen bzw. Holzfällerlager, die sogenannten “resource camps” (dt.: Ressourcen-Camps).

Burgen sind dabei am stärksten befestigt und werden von vielen NPCs verteidigt. Für deren Eroberung kann man deren Tore und Wälle mit Belagerungsgeräte zerstören. Am Ende muss man den Keep Lord besiegen und die Burg für einiger Zeit halten, bis sie schließlich eurem Server gehört. Wenn ein Keep erobert wird, so werden sofort alle kaputten Festungsanlagen repariert.

Wachtürme sind ebenfalls mit Toren, Wällen und Wachen verteidigt. Eignen sich aber für kleinere Spielergruppen, um sie einzunehmen, da sie nicht so schwer verteidigt sind wie eine Burg.

Ansonsten gibt es auch die Ressourcen-Camps. Diese besitzen keine effektiven Verteidigungsanlagen und werden im Vergleich zu Burgen und Türmen mit wenigen NPC-Wachen verteidigt. Dennoch ist es wichtig sie einzunehmen und zu halten. Genaueres erfährt ihr im nächsten Abschnitt.

“Supply” (dt.: Nachschub)

Jede Mine und jedes Holzfällerlager, das von einer Welt eingenommen wurde produziert Supply. In regelmäßigen Abständen werden von diesen Ressourcen-Camps Karavanen losgeschickt, die Supply an die nächstgelegene eigene Burg oder den nächsten eigenen Wachtum liefert. An diesen Stützpunkten (Burg, Wachturm) gibt es immer ein Supply-Depot, welches die Supply-Einheiten hortet bis man sie verbraucht. Die Supply-Einheiten werden zum Bauen von Belagerungswaffen, Reparieren von Mauern und zum Kaufen von Upgrades eingesetzt.

Belagerungswaffen

Der Prozess bis zur eigenen tödlichen “siege weapon”: 1) Bauplan kaufen 2) Diesen im Inventar benutzen 3) In der Fertigkeitsleiste erscheint ein Ground-Target-Skill 4) Diesen aktivieren und an der gewünschten Stelle irgendwo in der Welt platzieren (dort wird die Belagerungswaffe erscheinen und kann dann nicht mehr bewegt werden) 5) Baustelle platziert?.. gut! Nun muss “Supply” hinzugefügt werden bis die Belagerungswaffe fertig gestellt ist.

Pfeil-Karren

Pfeil-Karren Belagerungswaffe im Konzeptbild

Man kann die Waffen also an beliebigen Stellen in der Welt platzieren. Außerdem kann man eine Belagerungswaffe nicht alleine aufbauen, da mehr Supply-Einheiten benötigt werden als eine Person alleine tragen kann. Man sollte also Freunde dabei haben! Wichtig ist auch, dass jeder Spieler Belagerungswaffen bauen kann, denn man muss nur den Bauplan erwerben. Bei der Verteidigung einer Burg sind bereits Belagerungswaffen vorinstalliert, die nur noch mit Supply-Einheiten aufgebaut werden müssen (keine Baupläne nötig).

Diese Belagerungswaffen gibt es:

  1. Tribok: Wird oft als beste Belagerungswaffe im Spiel bezeichnet. Gut gegen Mauern und macht AoE-Damage gegen Einheiten in dem Landegebiet des Geschosses.
  2. Pfeil-Karren: Durchlöchert Spieler im Landegebiet. Tödlich gegen Gegner aus Fleisch und Blut, nutzlos gegen Mauern.
  3. Katapult: Sehr effektiv gegen Mauern.
  4. Balliste: Feuert einen Bolzen, der jeden durchlöchert der ihm im Weg steht.
  5. Belagerungs-Golem: Man macht sich die asurische Technik zu Nutze und schlägt mit diesem Golem nicht nur Tore schnell ein.
  6. Mörser (nur bei Burgen-Verteidigung): Heftiger AoE-Damage
  7. Kanone (nur bei Burgen-Verteidigung): Heftiger Single-Target-Damage
  8. Pott mit siedendem Öl (nur bei Burgen-Verteidigung): Sehr hoher AoE-Damage, aber nur auf einem bestimmten Fleck, da das Öl nur gekippt wird und nicht geschossen.
Tribok

Eine Tribok-Belagerungswaffe vor einer Burg im WvW-PvP

Upgrades

Neben den Belagerungswaffen kann man von dem gesammelten Supply auch Upgrades kaufen. Diese unterteilen sich in zwei Kategorien:

  • strukturell: Upgrades diesen Typs stärken die Mauern und verbessern allgemein die Verteidigung. Die Gold-Kosten hierfür müssen im Voraus bezahlt werden. Die Supply-Kosten werden regelmäßig abgebucht, da Arbeiter-NPCs die “Supply”-Einheiten aus dem Depot holen und zur Baustelle bringen. Das Upgrade wird dann erst fertig, wenn es mit der benötigten Supply-Anzahl versorgt wurde.
  • personell: Das gängigste Beispiel ist, dass man weitere Wachen zur Verteidigung anheuert. Im Gegensatz zu den strukturellen Upgrades, die nur bei Burgen und Wachtürmen verfügbar sind, können personelle Upgrades auch auf Ressourcen-Camps wie Minen und Holzfällerlager angewendet werden. Die Gold- und Supply-Kosten für diese Upgrades müssen alle im Voraus bezahlt werden und es dauert einige Zeit bis die Wirkung (z.B. die Ankunft neuer Wachen) eintritt.

Verbündete

Überraschend wurden auch NPC-Verbündete vorgestellt. Es gibt Söldner-Lager die so lange neutral sind, bis man ihnen hilft und sie anschließend der helfenden Welt ihre Unterstützung zusagen. Ein Beispiel wäre, dass ein Camp von Ogern andauernd von Hyänen angegriffen wird und man den Ogern beim Beenden dieser Plage hilft. Ob dies als eine Art dynamic Event statt findet ist nicht bekannt.

Belagerungs-Golem

Ein Belagerungs-Golem wird von zwei Spielern angegriffen

Hat man Verbündete gewonnen, dann werden sie in bestimmten Intervallen die nächste feindliche Stellung angreifen oder die nächste verbündete Stellung verteidigen. Bekommt man die eben genannten Oger, die direkt neben der eigenen Minen ihr Lager aufgeschlagen haben also als Verbündete, dann muss man sich um diese Mine nicht mehr so viele Sorgen machen.

Artefakte

Neben den Burgen und Wachtürmen werden diese Artefakte wohl auch sehr umkämpft sein. Die Artefakte heißen “Orbs of Power” (dt.: Kugeln der Macht) und sind nach jedem Neustart des Kampfes (alle 2 Wochen wird der Kampf zurückgesetzt) im Besitz der Heimatländer an einem schwer bewachten Ort “Cradle of Power” (dt.: Basis der Macht) und werden vom mächtigen “Keeper of the Orb” (dt.: Bewahrer der Kugel) bewacht. Wenn Angreifer diesen Bewacher töten, dann können sie das Artefakt nehmen und zu einem eigenen “Altar of Power” (dt.: Altar der Macht) bringen. Die Altare befinden sich in den Burgen. Wichtig: Man kann das Artefakt nur für eine bestimmte Zeit tragen, deswegen muss man es so schnell wie möglich zum nächsten Altar bringen.

Legt man ein Artefakt auf einen Altar, dann erhalten alle Spieler der eigenen Welt einen Boost, also eine Verbesserung, solange bis die Burg nicht mehr der eigenen Welt gehört.

Burg GW2

Eine Burg im WvW-PvP. Vor ihr eine große Schlucht mit Bäumen.

Mit jedem Level teilnehmen

Man kann am WvW mit jedem Level teilnehmen. Damit eine ungefähre Ausgeglichenheit herrscht werden die Attribute jedes Spielers unter Level 80 so hochgeschraubt wie sie es auf Level 80 wären. Das heißt aber nicht, dass man dann selbstsicher herumstolzieren sollte wenn man mit Level 3 ins WvW spaziert und auf einmal temporär Level 80 ist. Man muss nämlich bedenken, dass man trotzdem nicht die Fertigkeiten, Eigenschaften und das Equipment wie ein “richtiger” Level 80 Spieler hat.

Nichtsdestotrotz ist es eine super Möglichkeit direkt im epischen PvP gegen zwei andere Welten mitzuwirken. Man bekommt nämlich weiterhin Erfahrung und levelt somit sein eigentliches Level weiter, und es fallen auch im WvW Items für die eigene Stufe. Man kann seinen Charakter also theoretisch komplett durch das WvW-PvP hochleveln und sogar ausrüsten. Auch wenn die richtigen Level 80 Spieler im WvW-PvP einen Vorteil gegenüber den Low-Level Spielern haben, die nur hochgelevelt wurden. Man kann als Low-Level Spieler viele weitere Tätigkeiten ausführen, die mit dem richtigen Level nichts zu tun haben: Belagerungswaffen bedienen und bauen, kaputte Wälle reparieren, gegnerische Karavanen zerstören um die Supply-Lieferung zu unterbrechen und einfach darauf achten sich die richtigen Gegner raus zu suchen.

WvW GW2 Kampf

Ein Kampf auf Treppen im WvW. Im Hintergrund sieht man einen Wachturm.

Gilden

Das wichtigste kommt immer zuletzt, was? Gilden spielen im PvP eine große Rolle und werden im WvW-PvP eine wirklich große spielen. Man kann als Gilde ein Gebiet für sich beanspruchen. Hat man zum Beispiel einen Wachturm oder eine Burg eingenommen, dann hat man als Gilde die Möglichkeit zu sagen: “My guild will KILL YOU ALL! HrrrHHRRR!”.. oder so ähnlich.

Hat man ein Gebiet als Gilde beansprucht, dann sehen das nicht nur die anderen Spieler, sondern die freundlich gesinnten bekommen in diesem Gebiet einen Bonus. Dieser kann z.B. ein Buff für mehr Lebenspunkte sein, oder ein Bonus der die Rate der Supply-Lieferungen erhöht. Das ist also sehr wichtig! Und damit die Top-Gilde von eurem Server nicht gleich alles für sich beansprucht, kann jede Gilde immer nur ein Gebiet für sich beanspruchen.

 

Man muss sich übrigens keine Angst um die eigene Ausrüstung machen, denn wenn man im PvP stirbt, dann verliert man diese nicht. Man droppt für die Gegner dann zwar Items, diese sind aber vom Server generiert und sind nicht die eigenen.

Außerdem bringt alles irgendwie etwas. Wenn man eine Burg oder einen Wachturm oder beides hat, dann bringen diese Sachen Boni. Natürlich: Sie treiben den Punktezähler für den eigenen Server voran, damit man nach den 2 Wochen Gesamtkampf auch vor den beiden Gegner-Welten steht, aber sie bringen immer weitere Boni in Form von Buffs oder sogar Freischaltungen im PvE. Genaueres dazu wurde noch nicht bekannt gegeben.

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